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Zum Ende der Seite springen Freundinnen. Teil 1: Ein ominöser Anfall
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SCHNEPF SCHNEPF ist männlich
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Freundinnen. Teil 1: Ein ominöser Anfall Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

„Warst du schon einmal auf der Donauinsel?“, fragte Sylvia ihre neue Studienkollegin und Busenfreundin Tina in der Mensa. Diese schüttelte den Kopf. „Erstens kenne ich mich hier nicht aus und zweitens gehe ich doch alleine nirgends hin.“

Tina hatte in Deutschland ein Medizinstudium begonnen und dort bereits den vorklinischen Teil abgeschlossen. Vor dem klinischen Teil wollte sie eine ihr gegebene Möglichkeit wahrnehmen und in Wien ein Semester lang auf den Spuren von Sigmund Freud wandeln. Nur mit dem Nötigsten in zwei Koffer war sie zu Beginn des Sommersemesters in Wien-Schwechat gelandet.

In der fremden Uni zurecht zu kommen, gestaltete sich schwieriger, als sie das angenommen hatte. In einem Psychologiekurs lernte sie glücklicherweise Sylvia kennen, ebenfalls eine Medizinstudentin. Mit deren Hilfe ging dann alles leichter. Sie war ihr deshalb nicht nur dankbar, sie hatte sie auch gleich sehr sympathisch gefunden. Ohne Sylvia ging bei ihr seitdem nichts mehr.

„Ich habe große Lust, gleich zur Insel zu fahren“, gestand Sylvia. „Endlich ist es warm geworden. Zum Baden reicht es zwar noch nicht, aber zum Sonnen allemal. Wenn die Sonne scheint, dann muss ich raus.“
Tina sah sie erstaunt an. „Du meinst das ernst?“
„Ja, natürlich. Wenn du willst, dann komm' mit“, forderte Sylvia Tina auf.
„Hm ... ich weiß nicht“, zierte sich diese. „Ich wollte am Nachmittag in die Bibliothek gehen.“
„Doch nicht bei diesem schönen Wetter“, entrüstete sich Sylvia.
„Aber ich habe ein großes Problem. Ich habe hier keine Badesachen.“ Tina sagte es erleichtert, als wäre ihr damit die rettende Idee gekommen.
„Kein Problem. Du kannst von mir etwas haben.“
„Also gut, dann komme ich mit“, sagte sie schließlich. Sie wollte zum einen ihre Freundin nicht vor den Kopf stossen und zum anderen dachte sie daran, dass es vielleicht gar nicht so schlecht sei, ausgerechnet mit Sylvia dorthin zu fahren.

Sylvia fuhr von der Uni quer durch Wien zur Donau. An der Steinspornbrücke hielt sie an. „So ...“, sagte sie und stellte den Motor ab, „ ... hier sind wir richtig. Von hier aus ist es nicht mehr ganz so weit zu meinem Lieblingsbadeplatz als von der Stadtbahnstation an der Stadlauer-Brücke. Jetzt, Mitte Mai, findet man hier noch einen Parkplatz. Im Hochsommer, wenn sich hier Tausende sonnenhungrige Wiener und Wienbesucher tummeln, ist das aussichtslos.“

An einer kleinen Bucht stellte Sylvia nach kurzem Fußmarsch die Badetasche in die Wiese, warf die Strandmatte daneben hin und rollte sie mit den Füßen auf. Dann zog sie ihren Zweit-Tanga aus der Tasche und reichte ihn Tina. „Den kann ich dir geben. Hier brauchst du nicht mehr.“
Sylvia schaute dabei Tina erwartungsvoll an und fragte neugierig: „Nun ehrlich ... wie gefällt es dir hier? Hättest du dir inmitten von Wien so etwas Schönes erwartet?“

Tina sagte nichts. Ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen. Vielmehr blickte sie ängstlich suchend um sich und ließ die Bändchen des Tangas nervös durch die Finger gleiten. Sie wirkte auf Sylvia konsterniert.
„Ist was?“, fragte Sylvia deshalb irritiert. „Gefällt es dir hier nicht?“
„Doch, doch“, wehrte Tina ab. „Ich sehe mich nur um ...hm ... wo ich mich umziehen könnte.“
„Umziehen?“, lachte Sylvia. „Hier zieht man sich nur aus. Du kannst jedoch, wenn du das unbedingt willst, zur Toilettenanlage gehen, aber ...“ Sylvia schaute den Wiesenstreifen rauf und runtert und fuhr dann fort: „... tu' dir keinen Zwang an. Es sind kaum Leute hier und weiter südlich ist sowieso nur FKK.“

Als ob Sylvia es Tina zeigen wollte, wie es gemacht wird, schlüpfte sie rasch aus den Jeans und den Pants, stieg in ihren Tanga, zupfte die Bändchen zurecht und zog sich das Top über den Kopf. Als sie sich danach wieder ihrer Freundin zuwandte, erschrak sie.

Tina schwankte hin und her und streckte, Halt suchend, die Arme nach ihr aus. Ihre Atemzüge waren auffällig hastig. Die Augen hatte sie weit aufgerissen. Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben.
„Tina, um Himmel Willen, was ist mit dir? ... Was hast du?“, fragte Sylvia entsetzt.
„Nichts, nichts ...“, stieß Tina hervor. „Mir ist nur etwas übel ... und schwindlig. ... denke dir nichts dabei ... das vergeht gleich wieder.“ Sie sagte das mit deutlichem Tremor in der Stimme. Sylvia schloss daraus, dass Tina sehr erregt war.

„Lege dich schnell hin“, forderte sie Tina auf und fasste ihr unter die Arme. Tina ließ sich in diesem Moment hängen und Sylvia kam sie außerordentlich schwer vor. Nur mit Mühe gelang es ihr, sie sanft an sich zu Boden gleiten zu lassen und sie auf der Matte flach auf den Rücken zu legen. Sie kippt Tinas Kopf nach hinten, zog ihr die Bluse hoch, griff unter ihrem Rücken und öffnete die BH-Schließe. Nichts sollte den Oberkörper einengen. Dabei stellte Sylvia fest, dass kalter Schweiß auf Tinas Körper stand. Sie riss das Badetuch aus der Tasche und deckte ihre Freundin damit zu.

Sekundenlang verharrte Sylvia danach wie gelähmt. Dann bemühte sie sich, ihre Gedanken zu ordnen. „Beine hoch lagern, Puls fühlen, Durchblutung prüfen, Atmung abhorchen.“
Zuerst legte sie Tinas Füßen auf die Badetasche. Beim Versuch den Puls am Handgelenk zu fühlen, konnte sie die Speichenschlagader nicht gleich finden. Hastig tastete sie deshalb nach der Halsschlagader. Sie merkte, wie ihr dabei heiß wurde. An den Schläfen spürte sie ihren Puls hämmern.
„Bleib ganz ruhig“, sagte sie sich. „Werd' jetzt nur nicht nervös. Mach' alles, wie du es gelernt hast, dann ...“

Sylvia unterbrach je ihre Gedanken, denn Tina hob den Kopf. Deren Blick schweifte anfangs unstet umher, aber Sylvia merkte, dass er, wie aus weiter Ferne kommend, sie allmählich erfasste. Tina sah sie schließlich fragend an.
„Ich bin's, Sylvia.... Erkennst du mich?“
Tina nickte.
„Du meine Güte, Tina ... “, brach es aus Sylvia hervor, „ ... du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt. Was machst du bloß für Sachen? Sag' was du hast? Brauchst du einen Arzt? Dann rufe ich an der Erste-Hilfe-Station an.“
„Bloß nicht. Nur keinen Arzt“, bat Tina. „Lass' mich nur ruhig liegen, dann bin ich gleich wieder ok.“
Sie stieß dabei die einzelnen Worte abgehackt zwischen ihren Atemzügen hervor. Das Sprechen strengte sie ganz offensichtlich an. Sie schloss die Augen und ließ den Kopf wieder auf die Matte fallen.

Den Karotispuls hatte Sylvia deutlich fühlen können. Er war viel zu schnell. Eine Ohnmacht konnte sie deshalb ausschließen. Bei dieser würde der Puls langsamer sein als normal. Danach ergriff sie einen von Tinas Finger und drückte kurz auf das Nagelbett. Angespannt sah sie zu, wie die dadurch entstandene Blässe unter dem Nagel wieder verschwand. Das geschah rasch genug, wie sie fand. Die Durchblutung war also in Ordnung. Auch Tinas Atemgeräusche selbst waren unauffällig. Kein Pfeifen, kein Zischen. Die Luftwege waren also frei. Das sah alles gut aus.

Beunruhigend für Sylvia war jedoch, dass Tina immer noch viel zu schnell atmete. Das waren weit mehr als zwanzig Atemzüge pro Minute. Für den Sauerstoff-Kohlendioxyd-Austausch im Körper war das sehr schlecht. Das durfte sie nicht lange anstehen lassen, sollte es bei Tina nicht zu einer Entsäuerung des Blutes und in Folge zu Krämpfen kommen.

Sylvia streichelte und tätschelte Tinas Wangen.
„Tina, hörst du mich?“, fragte sie eindringlich.
Tina nickte, reckte und streckte sich und versuchte, sich zu erheben.
„Siehst du, es ist schon wieder alles ok.“
„Leider noch nicht ganz. Bleib' bitte noch liegen. Du hyperventilierst immer noch. Versuch einmal so zu atmen, wie ich es dir vorsage. Pass' auf! Jetzt ... ein ... und aus ... und ein ... und aus ...“

Langsam zeigten Sylvias Bemühungen Wirkung. Tina begann allmählich wieder normal zu atmen. Auch der Puls war mit fünfundsiebzig Schlägen in den Normalbereich zurückgekehrt, auch wenn er in Anbetracht der Ruhelage niedriger hätte sein können.

„Hast du denn so etwas öfters?“, wollte Sylvia wissen.
„Öfters nicht, aber hin und wieder.“
„Und was hast du da?“
“Ach, das ist eine dumme Geschichte“, sagte Tina. „Ich spreche nicht gern darüber und jetzt unmittelbar danach wäre das auch nicht gut für mich.“
„Ich verstehe“, nickte Sylvia. „Vielleicht wäre es auch am besten, ich bringe dich nach Hause.“
„Ja“, stimmte Tina zu „das wäre gut. Hier werde ich nun nicht mehr froh.“
„Gut. Sobald du dich sicher genug auf den Beinen fühlst, gehen wir. Ich ziehe mich schon an.“

Tina war ganz offensichtlich froh, als sie den Parkplatz erreicht hatte, und sie sich ins Auto setzen konnte. Erleichtert atmete sie auf.
„Du hast dich aber erstaunlich schnell erholt, finde ich“, stellte Sylvia dann auf der Rückfahrt fest.
„Das war noch jedes Mal so. Bevor da wirklich Hilfe kommen könnte, bin ich immer schon wieder ok gewesen. Wenn so ein Arzt erst einmal da ist, dann meint er, auch etwas tun zu müssen. Das Mindeste ist eine Infusion oder eine Spritze, die man da gleich abbekommt. Einmal landete ich sogar im Krankenhaus. Nein, Danke. Deshalb besser kein Arzt. Wir sind uns doch schon Arzt selbst genug oder?“

Sylvia hielt vor dem Haus, in dem Tina ihre Studentenbude hatte.
„Sehen wir uns morgen?“, fragte Sylvia.
„Wenn du mittags zum Mensa-Cafe unten im Hauptgebäude kommst, dann ja.“
„Uah“, stieß Sylvia aus und schnitt eine Grimasse. Danach sagte sie jedoch lachend: „Natürlich komme ich ... sehr gerne sogar. Wir müssen uns ja nicht wieder im Cafe treffen. Ich hole mir in der Schotten-Passage ein Brötchen und warte dann im Sigmund-Freud-Park auf dich.“
„Schön, ich freue mich.“
Dann beugte sich Tina zu Sylvia hinüber umarmte sie herzlich und sagte: „Ich danke dir. Es tut mir leid, dass ich dir den Nachmittag versaut habe.“
„Mach' dir deswegen keine Gedanken. Ich bin nur froh, dass es dir wieder gut geht. Alles Andere ist doch Nebensache.“

Sylvia ging zu Hause sofort auf ihr Zimmer und ließ sich auf das Bett fallen. Sie spürte, sie war fertig. Jetzt merkte sie erst, wie ihr die Anspannung und die Sorge um Tina zugesetzt hatten. Vor ihrem inneren Auge ließ sie alles nochmals Revue passieren. Sie war dabei auf der Suche nach Anhaltspunkte für Tinas Problem.

Es muss irgend etwas mit Angst zu tun haben, dessen war sie sich sicher. Tina hatte nach ihrer Überzeugung einen heftigen Angstanfall, wohl eine regelrechte Panikattacke erlitten. Sie wusste aus eigener Erfahrung nur zu gut: Tremor, rascher Puls, schnelle Atmung, kalter Schweiß, Schwindelgefühl und Übelkeit ... das sind die typischen Begleiterscheinungen von Ängsten. Sie brauchte dazu nur an ihre Fahrschulzeit zurück denken. Vor jeder Fahrstunde hatte sie mehr oder weniger diese Zustände. Einmal musste sie sich sogar übergeben und zur Toilette ging sie vorher jedes Mal.

Woran es bei ihr damals lag, das wusste sie. Aber wovor hatte Tina Angst? Das war ihr ein Rätsel. Ihr war zudem aufgefallen, dass Tina sehr introvertiert war. Sie ging überhaupt nicht aus sich heraus. Dass Tina sie heute spontan umarmte, hatte sie sehr gewundert. Und Tina, das wusste sie inzwischen, ging alleine wirklich nirgends hin.

Ob das alles irgendwie zusammen hing? Sie vermochte es nicht zu sagen. So sehr sie sich auch den Kopf zerbrach, sie konnte keine schlüssige Erklärung für Tinas Anfall finden. Alles erschien ihr sehr rätselhaft und undurchschaubar. Tinas Wesen war für sie wie hinter einem Schleier verborgen. So hoffte sie, Tina würde schon beim nächsten Zusammentreffen den Schleier um ihre Person lüften und des Rätsels Lösung preisgeben.

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14.03.2008 17:41 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
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RE: Freundinnen. Teil 1: Ein ominöser Anfall Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo Schnepf.

Ich freue mich, Deine Geschichte doch noch gefunden zu haben. In letzter Zeit habe ich das Wortkästchen vernachlässigt, weil im Schreibseminar so viel zu tun ist.

Eine Redewendung sehe ich nicht als gelungen an:

Zitat:
Sie wollte ihrer Freundin auch keinen Korb geben.


Körbe werden von Frauen nur an Männer verteilt, wenn diese bei den Damen abblitzen.
Sie wollte ihre Freundin auch nicht vor den Kopf stoßen, könnte eventuell das ausdrücken, was Du sagen wolltest.

Schmunzeln muss ich über Silvias medizinische Kenntnisse. Ich hätte die Speichenschlagader gar nicht gefunden, weil ich nicht weiß, wo sie ist.

Zitat:
Den Karotispuls hatte Sylvia deutlich fühlen können.


Den was?
Wenn der Puls rast, dann spüre ich das am Handgelenk, aber damit hat’s sich auch.

Wie schnell der Puls schlägt, wenn jemand in Ohnmacht gefallen ist, weiß ich auch nicht. Es wird das beste sein, ich begleite niemanden mehr, weil meine Unkenntnis, schon lebensbedrohende Züge annimmt.

Voller Bewunderung nehme ich Silvias Diagnose zur Kenntnis. Dass Angst solch gravierende Auswirkungen haben kann, davon habe ich noch nie etwas gehört.

Jetzt bin ich aber doch neugierig geworden, warum Tina unter Panikattacken leidet. Deinen psychologischen Kenntnissen vertraue ich mich gerne an. Sie werden mir ganz sicher weiterhelfen.

Dies ist kein Verriss!
Ich finde nur, dass Du etwas zu viel Fachwissen an den Tag bringst. Dennoch lese ich immer wieder gerne Deine Beiträge und – wie heißt es doch so schön; „fragen kostet ja Nichts“

Liebe Grüße,

putzi

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17.03.2008 19:21 putzi ist offline E-Mail an putzi senden Homepage von putzi Beiträge von putzi suchen Nehmen Sie putzi in Ihre Freundesliste auf
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Liebe Putzi,

da siehst du es, wie weit es die Emanzipation schon gebracht hat. Nun geben sich schon Frauen Körbe oder auch nicht. großes Grinsen Nein, du hast ja Recht. Dein Vorschlag ist gut.

Ja, es ist richtig: Nicht verzagen, Otto fragen. smile Es kostet wirklich nichts und tut auch gar nicht weh. Was die Fachkenntisse betrifft, so sind die doch nicht erstaunlich. Bei den Damen handelt es doch um Medizinstudentinnen. Kommt das im Text so nicht raus?

Die beiden Unterarmknochen sind Elle und Speiche. Die Schlagader, die man am Handgelenk in der Verlängerung des Daumenballens spürt, ist die Speichenschlagader. Der Puls, der an ihr gespürt wird, heißt Radialispuls.

Die Halsschlagader heißt Arteria carotis. "Sich die Karotis messen lassen", wird umgangssprachlich gesagt, wenn am Hals der Messkopf angesetzt wird, der dann im Lautsprecher diese typischen kratzenden Geräuschen entstehen lässt. Diese Messung ist wohl schon bei jedem einmal gemacht worden.

Unter bestimmten Umständen ist der Radialispuls schlecht zu fühlen. Es ist daher besser, den Karotispuls zu ertasten. Als bei mir einmal am Handgelenk nichts mehr zu spüren war, war der Karotispuls immer noch deutlich da.

Bei Erwachsenen beträgt die normale Pulsfrequenz 60 - 80 Schläge pro Minute.

Im Zusammenhang mit Angstanfällen - Panikattacken - auf Grund von Phobien kann es zu gravierenden Bewußtseinsstörungen kommen. Bei einem Anfall hat der Betroffene das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen und beginnt rasch zu atmen (Hypervetilation). Er spürt sein Bewußtsein schwinden und glaubt zu sterben.

Die normale Atemfrequenz beim Erwachsenen sind 16 - 20 Atemzüge pro Minute.

Die bekannteste Phobie ist die Agoraphobie, besser bekannt als Platzangst.

Die aufkommende Angst ist nicht selbst die Erkrankung. Sie ist ein Symptom der Erkrankung, wie zum Beispiel Fieber auch ein Symptom ist. Ein Symptom verweist nur auf etwas.

Die Angst soll den Körper davor schützen, überhaupt erst in die Situation zu kommen, die eine Panikattacke hervorrufen kann. Der oder die Betroffene meidet daher Orte und Situationen, wo diese auftreten könnte. Der Aktionsradius der Betroffenen wird dadurch sehr klein.

Im Allgemeinen wissen viel zu wenige über diese Dinge Bescheid. Die Betroffenen finden sich oftmals alleingelassen.

Lieben Gruß,
SCHNEPF

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17.03.2008 21:37 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
Alayna
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Ja mein lieber Schnepf,

wie war, wie war.
Wir sind die mit der Macke.
Die belächelt werden, was
hat sie nun wieder.
Meine Güte man kann sich
auch anstellen.

Auch diese Worte höre ich
täglich aus aller Munde.

Gut das mal darüber
geschrieben wird. Danke

LG Alayna
17.03.2008 21:44
SCHNEPF SCHNEPF ist männlich
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Liebe Alayna,

ja, mal darüber schreiben ... ist gar nicht so leicht. Man will kein Schreckgespenst an die Wand malen, aber auch nichts verniedlichen. Ich hab's mal versucht, in Form einer Geschichte zu informieren. Der mögliche Umfang so einer Geschichte zwingt leider zu Verkürzungen. Aber trotzdem ... ich hoffe, dass nun Interessierte die weiteren Möglichkeiten, sich umfassender mit der Materie vertraut zu machen, nutzen. Google ist davon nur eine.

Lieben Gruß
SCHNEPF

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18.03.2008 08:39 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
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Lieber Schnepf.

Im ersten Teil Deiner Fortsetzung, besuchen Silvia und Tina lediglich den gleichen Psychologie-Kurs an der Uni.
Woher soll ich wissen, dass sie Medizin-Studentinnen sind?
Psychologie interessiert auch andere Studenten. Zum Beispiel Betriebswirte, die auf Grund ihrer Kenntnisse in diesem Gebiet, zukünftig ausgezeichnete Personalleiter werden können.

Bei Medizin-Studentinnen setze ich natürlich voraus, dass sie sich mit dem menschlichen Körper besser auskennen, als Bürger, die in einem anderen Fach tätig sind. Hätte ich das gewusst, dann wäre meine Antwort anders ausgefallen.

Der zweite Teil ist schon erschienen. Wir unterhalten uns später darüber, erst muss ich ihn lesen.

Bis bald (heute noch)

putzi

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18.03.2008 11:00 putzi ist offline E-Mail an putzi senden Homepage von putzi Beiträge von putzi suchen Nehmen Sie putzi in Ihre Freundesliste auf
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Liebe Putzi,

ich wollte eigentlich eben gerade den Eindruck vermeiden: "Na ja, wenn das angehende Ärztinnen sind ... halb so schlimm." Aber gut, man kann das so sehen, wie du es tust. Jemand der aus anderen Disziplinen da nur reinschnuppert, weil er halt das Fach auch belegen muss, wird nicht so drinnenstecken, wie ein angehender Mediziner. Ein Psychologe hat aber auch immer entsprechendes medizinisches Fachwissen.

Ich kann da natürlich nachbessern. Der Text wird nur immer länger. traurig

Lieben Gruß,
SCHNEPF

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18.03.2008 11:46 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
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Ich finde, gerade dass Tina Medizin und Psychologie studiert zeigt ja, wie sehr die von Angstphobie betroffenen Personn um Heilung bemüht sind. Nur soll das keiner wissen. Zu schnell, werden sie als „nicht ganz richtig im Kopf“ abgestempelt und wer wird zu so einem Arzt schon Vertrauen fassen?

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von putzi: 18.03.2008 13:54.

18.03.2008 13:53 putzi ist offline E-Mail an putzi senden Homepage von putzi Beiträge von putzi suchen Nehmen Sie putzi in Ihre Freundesliste auf
espérance
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Lieber Otto,

ich beginne mal ganz frauenlogisch mit Teil 1:

Zitat:
Ohne Sylvia ging bei ihr seitdem nichts mehr.

Hier wird erwähnt, dass von Tina eine Abhängigkeit zu Sylvia besteht.
Du solltest deinen Lesern mehr eigenes Denken zutrauen - sonst lassen sie es tatsächlich. Augenzwinkern

Ich schließe mich putzis Ansicht an, dass in dem Text viel zu viele medizinische Fachbegriffe auftauchen. Jenes verwirrt und lenkt vom aktiven Geschehen ab. Sylvias Sinnieren darüber, was bei der Überprüfung der Vitalfunktionen herauskommt und welche Ursachen auszuschließen wären, weil dies und das nicht ins Diagnosebild passt ... wen interessiert das? Ich, als Leser, möchte wissen, wie es Tina geht! Sie ist die, die leidet und Hilfe benötigt. Ich möchte mit-leiden, um ihren Zustand zu verstehen!

Daraus ergibt sich die Frage nach einer geeigneten Perspektive für die Geschichte. Ich halte die des allwissenden Erzählers für zu lasch. Ein Thema, das in die Tiefe gehen soll - und hier dreht sich schließlich alles um ein seelisches Problem - müsste tiefe Einblicke gewähren. Das ginge nur über die Hauptpersonen.
Nu geht's wieder darum, was dein Ziel ist. Möchtest du Tinas Problem aufzeigen, oder Sylvias Bemühungen, ihr zu helfen? Je nachdem, was dir wichtiger erscheint, solltest du die Person eingehender durchleuchten.
Mein Tipp: Wenn du selbst nie eine Panikattacke erlitten hast, wähle Sylvia, denn in sie wirst du dich wesentlich leichter einfühlen können.

Gegen Ende des Textes wird kurz der Unterschied zwischen Panik(attacke) und (Prüfungs-) Angst angesprochen, aber er wird leider nicht deutlich. traurig
Bei Angst stellt sich der Körper auf Flucht ein, deswegen mobilisiert er einen erhöhten Adrenalinausstoß und beschleunigt die Atmung. Ein Paniker übersteigert jene natürliche Körperreaktion, bis er in Todesangst gerät. Er macht das nicht mit Absicht. Es liegt nur an seiner sensiblen Körperwahrnehmung und blühenden Fantasie. Panikattacken zeigen oftmals gleiche Symptome wie Angina pectoris und verwirren damit Mediziner.

Zitat:
Die Angst soll den Körper davor schützen, überhaupt erst in die Situation zu kommen, die eine Panikattacke hervorrufen kann. Der oder die Betroffene meidet daher Orte und Situationen, wo diese auftreten könnte. Der Aktionsradius der Betroffenen wird dadurch sehr klein.


Nee, das läuft anders. Von der ersten Panikattacke wird man völlig überrascht. Sie passiert halt einfach. Beim Überqueren einer Straße, beim Einkaufen, im Schlaf ...
Beim Einkaufen zum Beispiel könnte es in einem Supermarkt in der Warteschlange vor der Kasse dazu kommen. Nach dieser unangenehmen Erfahrung merkt sich der Paniker: Kassenbereich gefährlich - zukünftig längere Aufenthalte dort meiden! Beim nächsten Supermarktbesuch erinnert er sich gleich im Eingangsbereich an die schreckliche Panikattacke, spürt schnelleres Herzklopfen und merkt sich: dieser Supermarkt ist zu gefährlich - meiden! Er beginnt, alle Supermärkte zu meiden, jegliche Geschäfte, alle geschlossenen Räume - und bleibt irgendwann ganz zu Haus. Die Falle hat zugeschnappt.
Das nennt sich Meideverhalten und ist die Angst vor der Angst.

Zitat:
ich hoffe, dass nun Interessierte die weiteren Möglichkeiten, sich umfassender mit der Materie vertraut zu machen, nutzen. Google ist davon nur eine.

Interessiert bin ich, und mit dem Thema bin ich vertraut, da ich selbst seit mehreren Jahren Paniker bin. Wenn du also Fragen hast, nur zu. smile

Jetzt sollte ich besser abbrechen, die anderen Teile wollen ja auch noch gelesen werden ...

Liebe Grüße

Uta

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06.02.2010 01:25 espérance ist offline Beiträge von espérance suchen Nehmen Sie espérance in Ihre Freundesliste auf
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Liebe Uta,

deine Anmerkung, dass du selbst Betroffene bist, macht mir deine Reaktionen auf den Text verständlicher. Mir wird dadurch klar, warum es dir darum geht, dass der Leser mehr in das Mitfühlen hineingenommen wird. Ich nehme an, du siehst das, was du selbst empfindest, zu wenig berücksichtigt.

Aus meinen Antworten, die ich früher gegeben habe, machte ich schon deutlich, dass ich gerade das vermeiden wollte. Mir lag es fern, mit Angst, Angst zu machen.

Allerdings - und das gilt für alle Teile gleichermaßen - würde ich heute einiges anders formulieren und Schwerpunkte anders setzen. Denn das, was ich wollte - so sehe ich das heute aus den Reaktionen - ist nicht zum Tragen gekommen.

Es ging mir weder um Sylvia noch um Tina, es ging und geht mir um Freud. Die beiden sind das Mittel zum Zweck nach dem Schema: "Die beiden erleben oder tun etwas - und was sagt Freud dazu." Dies ist nicht in meinem Sinne verstanden und aufgenommen worden. Ich glaube, das erklärt dir nun auch einiges.

Was die Fachausdrücke betrifft, glaube ich, sollten wir uns mit diesen nicht aufhalten. Es würde nur dazu führen, dass wir Definitionen aus verschiednen Fachbüchern gegenüberstellen würden. Gerade zum Thema Vermeidung und Angst vor der Angst habe ich sehr unterschiedliche Ansichten vorgefunden. Dies vor allem auch, was die Entstehung der Erkrankung betrifft.

Es mag ja durchaus auch so sein, dass das Empfinden bei jedem anders ist.
Dies war auch ein Grund, nicht zu sehr darauf einzugehen. Alle, bei denen es anders ist, würden sagen, so ist das doch nicht. Ich hätte dann nur stur behaupten können, aber bei Tina ist es eben so.

Was die Perspektive betrifft, gebe ich dir natürlich unter der Prämisse Recht, dass ich den Text analog deinen Vorstellungen aufgezogen hätte. Aber, wie ich oben schon sagte, war das nicht meine Absicht.

Die Frage, die sich mir stellt, ist, wie der Text besser zu gestalten wäre, um meine Intention klar deutlich zu machen.

Ich danke dir sehr für deine bisherigen Bemühungen, haben sie mir doch gezeigt, wo die Probleme zwischen Autorenabsicht und Leserverständnis liegen. Ohne entsprechendes Feedback läuft man sich tot.

So erwarte ich gerne weitere Stellungnahmen von dir.

Mit lieben Grüßen
Otto.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von SCHNEPF: 01.04.2010 06:55.

06.02.2010 07:44 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
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Liebe Uta,

lang, lang ist's her, aber ich denke immer noch an deine Anregungen. Die ganze Geschichte aus Sylvias Sicht darzustellen - ein Vorschlag von dir - hat schon was für sich. Für mich ist das weniger ein textliches Problem, sondern mehr ein Problem der Durchführung im Forum. Wie soll ich den gleichen Text nur unter anderem Aspekt nochmals "verkaufen". Und dann stellt sich natürlich die Frage, bringt die ganze Arbeit noch etwas? Wer würde bereit sein, die Texte nochmals zu lesen?

Man kann ja uch nicht den Text auswechseln und die Kommenmtare passen dann gar nicht mehr.

Ich habe das Problem - auch in Bezug auf andere Texte - schon mit Sabine besprochen. Da ging es mir aber vorrangig darum, dass man mit einer Änderung einen Text wieder aus der Versenkung nach ganz vorne holt. D.h., das Hinzufügen eines Beistrichs würde den Text wieder ganz aktuell erscheinen lassen. Das ist ja auch nicht das Wahre.

Ich glaube, es ist am besten, das was ist, so zu belassen, wie es ist und ie Anregungen, die man erhalten hat, zukünftig zu berücksichtigen, so nach dem Motto: "Beim nächsten Text wird alles besser."

Übrigens, wie weit bist du denn beim Lesen gekommen? Ich nehme an, du hast es irgendwann aufgegeben.

Mit lieben Gruß
Otto

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"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen." (Goethe).
01.04.2010 07:16 SCHNEPF ist offline E-Mail an SCHNEPF senden Beiträge von SCHNEPF suchen Nehmen Sie SCHNEPF in Ihre Freundesliste auf
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